Europäische Zentralbank, Zinsen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dafür Sorge zu tragen, dass die Preisstabilität in der Eurozone gewährleistet ist. Mit dem Leitzins kann die Zentralbank den Geld- und Kapitalmarkt steuern. Der Leitzins gibt an was eine Bank zahlen muss um sich von der EZB Geld zu leihen.
Wenn der Leitzins gesenkt wird, werden Kredite billiger, die Banken kommen günstiger an „frisches Geld“ von der EZB und müssen folglich dann dem Anleger weniger bieten um an Kapital zu gelangen. Bietet Ihnen eine Bank also einen Zinssatz der über dem Leitzins der EZB liegt, arbeitet sie nicht ökonomisch und es steckt höchstwahrscheinlich eine kurzfristige Strategie dahinter.(z.B. Kundenfang mit kurzfristigen Lockangeboten). Daher: Immer Kredite vergleichen.
Mit dem Leitzins kann auf inflationäre Entwicklungen reagiert werden, die EZB erhöht dann den Leitzins damit weniger Geld auf den Markt kommt, (die Tagesgeld Zinsen erhöhen sich parallel dazu) diese Maßnahme hilft im Kampf gegen zu hohe Inflation.
Seit Ende 2008 (Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers) ist der Leitzins (die Tagesgeld Zinsen sinken parallel) kontinuierlich gesenkt worden und ging von 4,250 % in der Spitze bis auf das heutige Niveau von 1,000 % zurück und wird voraussichtlich auch das Jahr 2010 beibehalten werden.
Die Senkung des Leitzins in den letzten 2 Jahren (2008-2010) birgt natürlich ein großes Inflationsrisiko in sich allerdings halfen u.a. sinkende Ölpreise, dass es (bis jetzt) dazu nicht gekommen ist.